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Komödie mit hoffnungsvoller Botschaft

Ein Rabbi, ein Priester und ein Iman stürmen die Musikcharts. Ein Rabbi, ein Priester und ein Iman stürmen die Musikcharts. EuropaCorp Distribution

In der französischen Komödie „Ein Lied in Gottes Ohr“ - ab 26. Juli in der UCI Kinowelt in Wilhelmshaven - rückt die Utopie, in der sich alle Religionen verstehen, ein Stück näher, als die jüdisch-christlich-muslimisch besetzte Band „Coexister“ die Charts erklimmt.

Ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Imam gründen eine Band... Die Synopsis klingt wie der Anfang eines Witzes. Und tatsächlich zündet der Drehbuchautor und Regisseur Fabrice Eboué alle möglichen Pointen, die der Schulterschluss zwischen den Religionen so hergibt. Der Humor steht jederzeit im Vordergrund, wenn der depressive Samuel, der gütige Benoît und der Fake-Imam Moncef in einem Musikvideo nach Jerusalem reisen oder vor dem Hotel wie Rockstars empfangen werden.
Klar, dass auch die „Dornenvögel“-hafte Verführung des Pfarrers nicht ausbleibt und einige schlüpfrige Anspielungen wie die dauerhaft Lolli-lutschende Sabrina das religiöse Setting persiflieren. Besonders derb wird es, wenn eine Beschneidung in ein Blutbad ausartet oder eine Radiohörerin es als schönes Zeichen der Liebe empfindet, gemeinsam gegen Homosexuelle zu demonstrieren. Die Beleidigungen der Bandkollegen untereinander sorgen regelmäßig für satirische Lacher – allein die merkwürdige Schlusspointe fällt völlig unpassend aus.
Mit eingängiger Popmusik und Persiflagen auf HipHop-Videos und andere Aspekte des Musikgeschäfts liefert „Ein Lied in Gottes“ gute Unterhaltung mit einem gesellschaftlichen Anliegen. Besonders gewinnt der Film durch die klar und plastisch gezeichneten Charaktere, die nicht nur symbolisch für ihre jeweilige Religion stehen, sondern ein zwar nicht unbedingt komplexes, dafür aber immerhin individuelles Profil entwickeln.

Letzte Änderung am Freitag, 27 Juli 2018 14:34

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