header 04

Das geheime Leben der Bäume

 „Das geheime Leben der Bäume“ eröffnet völlig neue Sichtweisen. „Das geheime Leben der Bäume“ eröffnet völlig neue Sichtweisen. FOTO: Constantin Film/Mathias Bothor
"Das geheime Leben der Bäume" ist ein Dokumentarfilm auf Grundlage des gleichnamigen Sachbuchs.

 

 

 Dass Bäume nicht nur für die Möbelproduktion dienlich sind, sollte allgemein hin bekannt sein.

Dass Bäume fühlen, denken und trödeln können, schwitzen, erinnern und hin und wieder strenge Eltern sein können, ist dem ein oder anderen vielleicht neu. Genau solche Themen – der Wald, der Zusammenhalt der Bäume, ihre Kommunikation und ihre verschiedenen Charaktere – bringt Förster und Autor Peter Wohlleben der Leserschaft näher.

Sein Bestseller „Das geheime Leben der Bäume“ läuft jetzt im Kino. Ab morgen, Donnerstag, dem 23. Januar, wird dieser Dokumentarfilm im UCI Kino Wilhelmshaven gezeigt.

Peter Wohllebens Buch “Das geheime Leben der Bäume“ führte nach seinem Erscheinen 2015 über Monate die Bestsellerlisten an und knackte 2018 sogar die Millionenmarke. Solche Zahlen wecken natürlich auch im Filmgeschäft merkantile Instinkte. Im Hause Constantin pflegt man seit jeher ein ausgeprägtes Appetenzverhalten, wenn es um Bestsellerverfilmungen geht. Von “Im Namen der Rose“ über “Das Parfüm“ bis zu “Er ist wieder da“ schreckt man hier vor keiner Herausforderung zurück.

Aber wie um alles in der Welt will man ein Buch verfilmen, in dem seitenweise über Wurzelsysteme als biologischem Kommunikationsnetzwerk oder über das Sozialverhalten von Bäumen doziert wird?

Bäumen, die sich nicht vom Fleck bewegen können, fehlt es an kinetischer Energie, um auf der Leinwand als publikumswirksame Protagonisten zu reüssieren. Regisseur Jörg Adolph („Elternschule“) begegnet dem Dilemma mit einer Doppelstrategie, indem er die Naturdokumentation mit einem Porträt des Buchautors verbindet. Dieser Peter Wohlleben aus Hümmel in der Eifel ist nämlich nicht nur Förster und Autor, sondern durch den Erfolg seines Werkes auch eine beliebte Medienpersönlichkeit. Gleich zu Beginn werden die zahllosen Talkshow-Auftritte gegeneinander geschnitten und ein Moderator bescheinigt dem Gast, dass er einer sei, den man gern zum Grillen einladen möchte. Auch der Film zeigt Wohlleben als zugänglichen und unprätentiösen Menschen, der kein Blatt vor den Mund nimmt, weder in Podiumsdiskussionen noch wenn er eine koreanische Delegation durch den Eifeler Forst führt oder eine Kindergruppe dazu anleitet, im Wald laut herumzuschreien. Außerdem nutzt er die eigene Popularität, um Naturschutzgruppen in Polen, Demonstranten im Hambacher Forst oder ein indigenes Waldprojekt auf Vancouver Island zu unterstützen.

Parallel dazu zitiert der Film zentrale Passagen des Buches über das Sozialverhalten der Bäume, die mit erlesenen Naturaufnahmen von Jan Haft (“Das grüne Wunder“) visualisiert werden. Vor allem die Zeitraffersequenzen, in denen die langsamen Entwicklungsprozesse eines Baumes verdichtet werden, sind ein echter Hingucker.

Mit dem allgemein wachsenden Interesse an ökologischen Themen kommt der Dokumentarfilm gerade rechtzeitig ins Kino.

Übrigens: Für jedes verkaufte Ticket wird ein Baum gepflanzt, weitere Informationen zur Aktion gibt es bei Constantin Film.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 22 Januar 2020 10:25

Online-Services

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok