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Zwischen Vernunft und Vorurteil

In seiner Paraderolle als naserümpfender Claude Verneuil verbreitet Christian Clavier bei seinem Drahtseilakt zwischen Vernunft und Vorurteil abermals große Heiterkeit. Auch Ehefrau Marie (Chantal Lauby) ist wieder mit dabei. In seiner Paraderolle als naserümpfender Claude Verneuil verbreitet Christian Clavier bei seinem Drahtseilakt zwischen Vernunft und Vorurteil abermals große Heiterkeit. Auch Ehefrau Marie (Chantal Lauby) ist wieder mit dabei. FOTO: OUTNOW.CH

Wer „Monsieur Claude und seine Töchter“ vor fünf Jahren im Kino gesehen hat, wird sich heute schon im Vorfeld der Fortsetzung vor Lachen biegen.

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Ab morgen, Donnerstag, 4. April, gibt es „Monsieur Claude und seine Töchter 2“ auf der Kinoleinwand des Wilhelmshavener UCI zu sehen.

Monsieur Claude Verneuil (Christian Clavier) und seine Frau Marie (Chantal Lauby) blicken auf eine bewegte Zeit zurück: Sie haben Beschneidungsrituale erlebt, halales Hühnchen und koscheres Dim Sum gegessen und die Koffis von der Elfenbeinküste kennengelernt. Nachdem ihre vier Töchter ausgesprochen multikulturell geheiratet haben, ist das Ehepaar nicht mehr so leicht zu schockieren.Monsieur Claude hat sich sogar aufgemacht, alle vier Heimatländer seiner Schwiegersöhne zu besuchen. Doch nirgendwo ist es schöner als in der heimischen französischen Provinz. Als die Töchter ihren Eltern jedoch mitteilen, dass sie das konservative Frankreich verlassen und mit ihren Familien im Ausland sesshaft werden wollen, ist es mit der beschaulichen Gemütlichkeit schnell vorbei. Claude und Marie sind nicht bereit, ihre Töchter einfach so gehen zu lassen und so setzen die beiden alle Hebel in Bewegung, um ihre Kinder und deren Familien bei sich behalten zu können. Dabei schrecken sie auch vor skurrilen Methoden nicht zurück.Normalerweise versuchen Filmemacher Klischees so gut wie möglich zu vermeiden, um die Zuschauer nicht zu langweilen. Ganz anders der Franzose Philippe de Chauveron („Alles unter Kontrolle!“), der 2014 in „Monsieur Claude und seine Töchter“ einfach mal so viele Klischees aneinanderreihte, wie ihm nur irgendwie eingefallen sind – und würzte seine boulevardeske Culture-Clash-Komödie zudem noch mit einer deftig-bodenständigen „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“-Attitüde. Dieses ethisch sicherlich grenzwertige, aber mit furiosem Tempo und Witz ausgestattete Lustspiel traf den Nerv des französischen wie des deutschen Publikums wie eine Ladung aus dem Schrotgewehr.Wenn ein Film in seinem Heimatland mehr als zwölf Millionen Besucher anlockt (und in Deutschland sensationelle 3,9 Millionen), dann muss nach den Gesetzen des Marktes irgendwann einfach eine Fortsetzung her. Die Rassenklischees werden auch in „Monsieur Claude 2“ weiterhin mit Wonne gepflegt.

Letzte Änderung am Mittwoch, 03 April 2019 13:12

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