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„Trautmann“: Vom Feind zum Helden

In dem klassischen Sportfilmdrama „Trautmann“ spielt David Kross den Torwart-Helden, der als ehemaliger deutscher Kriegsgefangener das legendäre Finale zwischen Manchester und Birmingham 1956 mit einem gebrochenen Halswirbel absolvierte. In dem klassischen Sportfilmdrama „Trautmann“ spielt David Kross den Torwart-Helden, der als ehemaliger deutscher Kriegsgefangener das legendäre Finale zwischen Manchester und Birmingham 1956 mit einem gebrochenen Halswirbel absolvierte. Foto: outnow.CH

Jeder Fußballfan kennt diesen Namen, und jeder andere sollte ihn ebenfalls kennen, denn Bernd Trautmann wurde nicht nur zur Torwartlegende, sondern zum Symbol für die Versöhnung zwischen Deutschland und Großbritannien nach dem Ende des 2. Weltkriegs.

Bernd „Bert“ Trautmann kommt als junger Kriegsgefangener nach England. Schon im Lager wird sein Torwart-Talent entdeckt, und so dauert es nicht lange, bis der Trainer des örtlichen Fußballclubs auf ihn aufmerksam wird und ihn sich ab und an mal ausleiht. Den Vorurteilen der Fans begegnet Bert mit Geduld und Fairness. Dank Bert gelingt es dem kleinen Provinzverein, die Klasse zu halten. Doch damit nicht genug: Bert verliebt sich in die Tochter seines Förderers und beschließt, in England zu bleiben, als der Krieg vorbei ist. Manchester City holt ihn als Torwart, obwohl die Stimmung im krisengeschüttelten Nachkriegsengland extrem deutschfeindlich ist. Schließlich gewinnt Bert mit seinem Team sogar die Meisterschaft und geht dabei in die Fußballgeschichte ein: Trotz eines Halswirbelbruchs bleibt er im Tor und rettet damit den Sieg. Soweit die Erfolgsgeschichte, doch der Film erzählt auch von privaten Schicksalsschlägen und von Trautmanns langem, manchmal verzweifelten Kampf gegen seine eigenen Dämonen. Der Film, in englischer Sprache gedreht, wurde komplett synchronisiert. Das Publikum erwartet ein solide gebautes, bewegendes Sport-Melodram nach einer wahren Geschichte. Das Drehbuch lässt einige reale Fakten aus, die den Handlungsfaden aufgehalten oder das Gesamtbild womöglich getrübt hätten. Das ist dramaturgisch vertretbar und manchmal geradezu notwendig, zumal ein paar zusätzliche Aspekte ins Spiel kommen, die – erfunden oder nicht – der Story noch mehr Ernsthaftigkeit geben. Dazu gehört vor allem Berts Kriegstrauma. Marcus H. Rosenmüller hat den alten Bert Trautmann noch kennengelernt, und so ist zu vermuten, dass der junge Soldat tatsächlich vieles gesehen und miterlebt hat, was ihm bis zum Tod zu schaffen machte..

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 13 März 2019 15:18

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