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Wundervoller Weihnachtsfilm mit Emily Blunt

„Mary Poppins’ Rückkehr“: Die Geschichte des außergewöhnlichsten Kindermädchens aller Zeiten fantasievoll weitererzählt. Titelheldin ist Emily Blunt. „Mary Poppins’ Rückkehr“: Die Geschichte des außergewöhnlichsten Kindermädchens aller Zeiten fantasievoll weitererzählt. Titelheldin ist Emily Blunt. Foto: OUTNOW.CH

In der Fortsetzung des Disney-Musicals von 1964 kehrt Mary Poppins zurück in die Cherry Tree Lane, wo ihre Schützlinge inzwischen erwachsen geworden sind. Der Fantasy-Film „Mary Poppins’ Rückkehr“ wird ab dem 20. Dezember auch im UCI Kino Wilhelmshaven gezeigt. Mehr als 50 Jahre ist es her, dass zum ersten Mal mit ihrem Regenschirm vom Himmel herabgeschwebt kam. Das wundervolle Disney-Musical konnte fünf Oscars gewinnen und ist seither ein echter Schatz der Popkultur.

Mit „Mary Poppins‘ Rückkehr“ kommt nun endlich die langersehnte Fortsetzung ins Kino. Dabei handelt es sich nicht um eine Neuverfilmung, stattdessen wird die Geschichte des außergewöhnlichsten Kindermädchens aller Zeiten fantasievoll weitererzählt. Mit dabei: Emily Blunt als Titelheldin. Die Schauspielerin ist schlichtweg umwerfend. Lin-Manuel Miranda ist mit seiner Energie in den Sing- und Tanzsequenzen ebenfalls eine Wucht. Mit den mitreißenden Musicalnummern und einem gelungenen Trickfilmausflug ergibt das einen glücklich machenden Crowd-Pleaser, auch wenn gegen Ende hin - was die Fröhlichkeit anbelangt - ein bisschen übertrieben wird.

54 Jahre hat Disneys beliebte Mary-Poppins-Verfilmung bei der Veröffentlichung dieser Fortsetzung schon auf dem Buckel. Der Grund für diese Wartezeit hat vornehm mit Autorin P.L. Travers zu tun. Der passte die Umsetzung im Jahre 1964 gar nicht - unter anderem missfielen ihr die Musik, die (tollen) Trickfilmsequenzen und Dick Van Dyke. So lehnte sie weitere Disney-Adaptionen ihrer acht Mary-Poppins-Bücher strikte ab. 13 Jahre nach der Premiere gab sie in einem Interview jedoch zu Protokoll, dass sie mit der Umsetzung inzwischen leben könne. Es sei für sich alleine gesehen ein guter Film, welcher aber nicht viel mit ihren Büchern gemein habe. Travers starb schliesslich 1996 - übrigens zehn Monate vor der ersten Ausstrahlung der witzigen Simpsons-Parodie. Mit ihrem Nachlass verhandelten die neuen Disney-Bosse dann Jahre später zuerst über das Biopic Saving Mr. Banks und dann auch über Mary Poppins Returns. Beides wurde - ziemlich offensichtlich - genehmigt.

Unter der Regie von Musicalspezialist Rob Marshall (Chicago) ist Mary Poppins Returns eine herzensgute und kuschelige Fortsetzung geworden, die nicht nur durch ihr London-Setting (sogar das Disney-Schloss zu Beginn befindet sich in Englands Hauptstadt) an den ersten Film sowie die tollen Paddington-Werke erinnert. Locker leicht über allem (egal ob mit oder ohne Schirm) schwebt Emily Blunt. Die Engländerin überzeugt nicht nur, wenn sie mit kindlicher Freude ihre magischen Fähigkeiten zeigen darf, sondern auch in Szenen, in denen sie etwas strenger sein muss. Letzteres muss sie aber selten zeigen. Denn Mary Poppins Returns kommt deutlich leichter als der Vorgänger daher. Wirkliche „Downer“ gibt es nicht.

Selbst wenn es zwischendurch für die Figuren düster aussieht, herrscht fast immer gute Laune vor. Einen großen Anteil daran hat Lin-Manuel Miranda, der den munteren Laternenanzünder Jack spielt. Wann immer der New Yorker auftaucht, gehen die Mundwinkel nach oben. So viel gute Stimmung kann jedoch auch mal zu einer Überzuckerung führen. Das passiert auch hier. Eine Szene mit Meryl Streep als exzentrische Cousine Topsy ist zu viel des Guten. Doch wirklich böse kann man dem Film nicht sein. Wie Mary Poppins selbst bringt Marshalls Film Magie ins Kino, die verzaubert und einen träumen lässt. Wie schon der 1964-Film ist auch Mary Poppins Returns supercalifragilisticexpialigetisch.

Quelle: kino.de

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 17 Januar 2019 08:22

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