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Fluchtversuch aus der DDR

In einem Heißluftballon versuchen die beiden Familien aus der DDR zu fliehen In einem Heißluftballon versuchen die beiden Familien aus der DDR zu fliehen Studiocanal GmbH

Die UCI Kinowelt in Wilhelmshaven zeigt diese Woche den Herbig-Film „Ballon“ -  basierend auf wahren Ereignissen. Die Familien Strelzyk und Wetzel aus Thüringen ist 1979  klar: Hier, in der Deutschen Demokratischen Republik, können sie nicht länger bleiben. Doch längst kommt man nicht mehr so einfach über die Grenze in die BRD, vor allem, wenn man nicht die Absicht hat, wieder  zurückzukehren. Also entwickeln sie einen abenteuerlichen Plan: Sie wollen die Republikflucht mit einem Heißluftballon versuchen.

Und weil an so ein Fluggerät schwer heranzukommen ist, bauen sie es einfach selbst. Zunächst  läuft das Vorhaben gut, doch dann verliert der Ballon im kritischen Moment an Luft. Bald kommt die Stasi dem Fluchtversuch auf die Schliche - schnell also muss ein  neuer  Ballon  gebaut werden. In „Ballon“ greift Regisseur  Michael  „Bully“  Herbig, der mit „Der Schuh des Mannitu“    und    „(T)Raumischiff Surprise“   bislang   eher   für Komödien stand,  die wahren Ereignisse  einer  der  spektakulärsten  Fluchtversuche  aus der DDR auf. Erzählerisch  erzählt  „Ballon“   zwar   „nur“   von   einer weiteren dramatischen Flucht vom   Osten   in   den   Westen, doch  schon  Walt  Disney  Pictures    wusste    Anfang    der Achtzigerjahre    darum,    wie filmreif   diese   gewesen   sein muss. 1982 erschien „Mit dem Wind   nach   Westen“,   inszeniert  von  Delbert  Mann,  der sich  ebenfalls  dem  Schicksal der   zwei   Familien   Strelzyk und  Wenzel  annahm.  Herbig verleiht  dem  Ganzen  nun  allerdings nicht nur mit seinem Namen   deutlich    mehr    an Prestige,  sondern  auch  durch seine inszenatorische Finesse.

 

Letzte Änderung am Montag, 29 Oktober 2018 11:55

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